Interessensgemeinschaft burgenländischer Wasserversorger

Wasserleitungsverband
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Wasserkeiler

Plattform WASSER Burgenland und Arbeiterkammer Burgenland raten den Menschen, sich nicht hinters Licht führen zu lassen!

v.l.n.r.: WHR DI Gerald Hüller, Ing. Christian Portschy (2. Obm.-Stv. PWB), NAbg. Nikolaus Berlakovich, DI Dr. Helmut Herlicska (Obmann PWB), BR Ingrid Posch-Gruska und Ing. Christian Zörfuß (1. Obm.-Stv. PWB)

Heute fand im Lisztzentrum in Raiding der 9. Infotag Wasser der PLATTFORM WASSER BURGENLAND statt. Rund 200 Teilnehmer konnten sich im Rahmen der Vorträge und einer Fachausstellung über branchenspezifische Neuerungen und über sehr praxisbezogene Themen informieren. Kernthema der diesjährigen Veranstaltung war die gute Qualität des Burgenländischen Trinkwassers und dessen Kontrolle. Dies vor allem auch im Zusammenhang mit immer wiederkehrenden Aktivitäten von Keilern. Immer öfter wenden sich nämlich verunsicherte Kunden an die Wasserversorger oder die Konsumentenschutzorganisationen und berichten von zweifelhaften Angeboten hausierender Vertreter für dubiose Trinkwasseraufbereitungen. Dazu merkte Landesrat Dr. Peter Rezar an, dass es sich beim Trinkwasser um das bestkontrollierte Lebensmittel handelt, welches von der Lebensmittelaufsicht des Landes laufend untersucht wird. Weitere wichtige Themen beim Infotag Wasser waren die Sanierung von Bauwerken in der Wasserversorgung, sowie die neue EU-Normung bei Wasserzählern. Eine Fachausstellung mit 29 teilnehmenden Firmen aus dem Wasserfach sorgte für viel Interesse, sowie für angeregte Diskussionen. Bundesrätin Bgm(in) Inge Posch Gruska, in Vertretung von LH Hans Niessl, zeigte sich von den Inhalten und dem Besuch der Veranstaltung überwältigt. NAbg. Nikolaus Berlakovich in Vertretung von LR Andreas Liegenfeld verwies auf die Wichtigkeit der Initiative VORSORGEN in der Wasserwirtschaft, insbesondere auf die Notwendigkeit der Erneuerung und Sanierung der Wasserversorgungsanlagen.

Für die Vertreter der Bgld. Wasserversorger ist klar: Das von den öffentlichen Versorgern gelieferte Trinkwasser weist eine hervorragende Qualität auf. Die Untersuchungen des an die Bevölkerung abgegebenen Trinkwassers erfolgen durch akkreditierte Untersuchungsanstalten, eine laufende übergeordnete Kontrolle der Trinkwasserqualität erfolgt durch die Lebensmittelaufsicht des Landes. Dennoch wird von hausierenden Vertretern für zweifelhafte Wasseraufbereitungsanlagen versucht die Kunden zu verunsichern, und diese durch den Verkauf unnötiger und teurer Anlagen abzuzocken. Mag. Christian Koisser von der AK meint, „Es gibt die Möglichkeit, von einem – irrtümlich unterfertigten Vertrag betreffend den Ankauf einer solchen Trinkwasseraufbereitungsanlage – zurück zu treten.“ Im Rahmen der heutigen Pressekonferenz wurden ein von der Plattform Wasser Burgenland gemeinsam mit der Arbeiterkammer neu gestalteter Informationsfolder und ein Plakat präsentiert, mit deren Hilfe eine noch effizientere Aufklärung der Bevölkerung bzw. der Konsumenten erfolgen soll. Der Obmann der Plattform Wasser Burgenland, DI Dr. Helmut Herlicska erklärt dazu: „Lassen wir uns unser Trinkwasser nicht schlechtreden. Noch viel weniger lassen wir uns von den sogenannten Wasserkeilern das Geld aus der Tasche ziehen.“ Sanierung der Bauwerke in der Wasserversorgung sind große Herausforderungen für Wasserversorger

Die Instandsetzung der in die Jahre gekommenen Bauwerke ist für die burgenländischen  Wasserversorger eine enorm wichtige Aufgabe. Aus diesem Grunde wurde dem Thema „Sanierung von Wasserbehältern und Brunnenanlagen“ beim Infotag Wasser breiter Raum gewidmet. Insbesondere die Informationen zur Wahl der richtigen Materialien waren für die Vertreter der kleineren und größeren Wasserversorger von großem Interesse. Ein Schwerpunkt waren auch die Eichpflicht von Wasserzählern und die neue EU-Normung. Für Insider der Wasserversorgung waren auch die aktuellen Regelungen zur Eigen- und Fremdüberwachung eine wichtige Thematik.

Die Plattform Wasser Burgenland wieder ganz im Zeichen des Meinungsaustausches und der Wissensvermittlung

Für die Besucher des Infotag WASSER hat es neben einer Fachausstellung, an der sich 29 Fachfirmen beteiligten, eine Wanderausstellung zum Thema „VORSORGEN“, sehr viele Informationen zum Thema „Aus- und Weiterbildung“, sowie Fachvorträge zu sehr praxisbezogenen Themen gegeben. DI Manfred Eisenhut von der Österreichischen Vereinigung für das Gas- und Wasserfach, erklärt, „dass nur über solche Veranstaltungen und diese Schiene gewährleistet werden kann, dass sich auch kleinere Wasserversorger verstärkt an Entwicklungsprozessen im Bereich der Wasserwirtschaft beteiligen können.“ Sein Vortrag zum Thema „Aktuelles aus der Trinkwasserwirtschaft“ brachte interessante Aufschlüsse und sorgte für intensive Diskussionen unter den Vertretern der Bgld. Wasserversorger.

Obmann DI Dr. Helmut Herlicska und seine beiden Stellvertreter Ing. Christian Zörfuss und Ing. Christian Portschy waren von der Vielfalt der Themen beim heutigen Infotag Wasser überwältigt und hoffen, dass die Vertreter der Bgld. Wasserversorger viel Nützliches mitnehmen konnten“. Vom Infotag Wasser 2014 erwarten sich die Verantwortungsträger zahlreiche positive Impulse.

Unser ausgezeichnetes Trinkwasser muss auch den nächsten Generationen erhalten bleiben

Landesrat Dr. Peter Rezar und Bundesrätin Bgm. Inge Posch Gruschka erklärten im Rahmen des Infotages WASSER, „dass die Sicherstellung der Trinkwasserversorgung eine wichtige Basis für Lebensqualität und Wohlbefinden der burgenländischen Bevölkerung ist. Gemeinsames Ziel ist es, das ausgezeichnete Trinkwasser auch für künftige Generationen zu erhalten. Gezielte Verunsicherung zur Geschäftemacherei darf nicht Platz greifen“.

Eisenstadt,  am  13. November 2014
Für die Plattform WASSER Burgenland

DI Dr. Helmut Herlicska - Obmann
Ing. Christian Zörfuss - 1. Obmann-Stv.
Ing. Christian Portschy - 2. Obmann-Stv.

 

Plattform Wasser Burgenland stellt fest: „Bestes Trinkwasser im Burgenland vorhanden!“

Die Konsumentenschutzabteilung der Arbeiterkammer Burgenland (Dr. Eva Schreiber) hat bereits mehrfach eine Warnung vor unlauteren Haustürgeschäften abgegeben. Ebenso verwehrt sich die Interessensgemeinschaft Plattform Wasser Burgenland dagegen, das saubere und qualitativ hochwertige Trinkwasser der Bgld. Wasserversorger in Misskredit zu bringen.

Oft sprechen Wasserkeiler ihre potentiellen  „Opfer“ vor Einkaufzentren an oder kontaktieren sie  schriftlich bzw. telefonisch. Kommt ein „Beratungsgespräch“ zustande, versuchen sie den Kunden vorzugaukeln, dass nur das von ihnen beworbene, durch Umkehrosmose behandelte Wasser der Gesundheit zuträglich sei. Solch ein Wasser entspricht eher einem destillierten und sterilen Wasser, welches in der Natur nicht vorkommt.

Ein von Univ.-Prof. Dr. W. Marktl erstelltes Gutachten zu diesem Thema besagt eindeutig, dass Behauptungen, welche eine gesundheitsschädliche Wirkung des Trinkwassers unterstellen, einen Versuch darstellen, Unsicherheit in der Bevölkerung zu erzeugen. Aussagen, das durch das Trinkwasser zugeführte Mineralstoffe negative Auswirkungen auf den Organismus hätten und es dadurch zu Folgeerkrankungen wie Herzinfarkten und Schlaganfällen komme, haben keinerlei wissenschaftlichen Hintergrund. Ganz im Gegenteil ist in ersthaften wissenschaftlichen Studien belegt, dass derartige Krankheiten in Regionen mit hartem, mineralstoffreichem Trinkwasser in niedrigeren Raten auftreten.

Um diese unwahren Behauptung zu untermauern und die potentiellen Kunden an der Nase herumzuführen, wird ein plumper chemischer Versuch durchgeführt. In zwei Behältern wird einerseits natürliches Trinkwasser und andererseits das behandelte Umkehrosmosewasser eingefüllt. Jeweils zwei Elektroden leiten nun Strom durch die Behälter. Da unser hochwertiges heimisches Trinkwasser einen natürlichen Anteil an Mineralien besitzt, ist seine Leitfähigkeit höher als jene des sterilen aufbereiteten Wassers und die Eisenelektroden oxidieren (rosten) durch die Stromzufuhr wesentlich stärker - das Wasser verfärbt sich braun. Das sterile Wasser (Umkehrosmosewasser) enthält keine Mineralien und leitet Strom daher in einem wesentlich geringeren Ausmaß. Die Elektroden oxidieren wesentlich schwächer – das Wasser bleibt augenscheinlich „rein“. Dieser Versuch beweist lediglich, dass Eisen in Wasser rostet. Über die Wasserqualität oder das Vorhandensein von Schadstoffen kann er jedoch nichts aussagen.  Trotzdem hat dieser plumpe Trick schon verschiedentlich Konsumenten dermaßen verunsichert, dass sie eine solche weit überteuerte und im Grunde nutzlose Wasseraufbereitung angekauft haben. „Also lassen Sie sich durch derartig plumpe Tricks nicht verunsichern und vertrauen Sie auf die Qualität unseres erstklassigen, laufend kontrollierten heimischen Trinkwassers“, meint der Obmann der Plattform Wasser Burgenland DI Dr. Helmut Herlicska.