Interessensgemeinschaft burgenländischer Wasserversorger

Wasserleitungsverband

Zukunft Wasser

Schutzgebiete sichern unser Trinkwasser

Im Wasserrechtsgesetz werden das Ziel und der Begriff der Reinhaltung definiert: Demnach ist Grundwasser im Rahmen des öffentlichen Interesses so sauber zu halten, dass es als Trinkwasser verwendet werden kann.

Wasserschutzgebiete
werden eingerichtet, um Quell-, Grund- und Oberflächenwässer, die zur öffentlichen Trinkwasserversorgung genutzt werden, vor nachteiligen Einwirkungen sowohl in qualitativer als auch in quantitativer Hinsicht zu schützen. Innerhalb des Wasserschutzgebietes können Handlungen und Nutzungen eingeschränkt oder verboten sowie Eigentümer und Nutzungsberechtigte von Grundstücken zur Duldung bestimmter Maßnahmen verpflichtet werden. Für eventuelle finanzielle Nachteile wird eine Entschädigung bezahlt.

Wasserschongebiete
werden durch Verordnung des Landeshauptmannes / der Landeshauptfrau erlassen und können bestehende und zukünftige Wasserhoffnungsgebiete schützen.

Heute an morgen denken

Der Zugang zu sauberem Wasser in ausreichender Menge und die sanitäre Versorgung sind wichtige Voraussetzungen für die friedliche, soziale und wirtschaftliche Entwicklung eines Landes. Wesentlich dabei ist, dass das Lebenselexier Wasser allen gleichermaßen zur Verfügung steht und im Interesse der gesamten Gesellschaft bewirtschaftet wird.

Doch in der Realität haben heute weltweit 1,2 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. 25 Millionen Menschen sterben jährlich an den Folgen der Verschmutzung von Wasser und Umwelt. Zahlen, die uns hierzulande unseren oft sorglosen Umgang mit der kostbaren Ressource Wasser überdenken lassen sollten.

Erhaltung des „Wasserparadieses" Österreich

Beim „Wasserreport 2006" - einer österreichweiten, repräsentativen Umfrage, bei der die Österreicherinnen gefragt wurden, worauf sie stolz sind - nannten 25 Prozent das saubere Wasser und die vielen Seen. Saubere Flüsse und Seen, intakte Wälder, unberührte Berglandschaften und eine vielfältige Fauna und Flora sind in der industrialisierten Welt keine Selbstverständlichkeit. Um diese Schätze zu erhalten muss Geld, Zeit, Forschung und vieles mehr investiert werden. Darüber hinaus muss - nicht nur in anderen Ländern, sondern auch hierzulande - weiter für den Erhalt der Natur gekämpft werden. Nachhaltig wirtschaften heißt, die eigenen Bedürfnisse zu stillen, ohne die Bedürfnisbefriedigung zukünftiger Generationen zu gefährden.

Seit 1959 wurden in Österreich insgesamt etwa 40 Mrd. Euro in den Ausbau der Trinkwasserversorgung und für den Gewässerschutz investiert. Trotz des hohen Qualitätsstandards der Infrastruktur und der guten Gewässerqualität sind auch in Zukunft weitere Investitionen, z.B. verstärkt für die Instandhaltung und Sanierung der bestehenden Infrastruktur, notwendig. Unterstützt werden diese Investitionen durch die Förderung des Lebensministeriums für die Siedlungswasserwirtschaft (hier stehen in den nächsten 6 Jahren 1,06 Mrd. Euro zur Verfügung) und durch Förderungen der Bundesländer.

Tipps zum verantwortungsvollem Umgang mit Wasser

  • Tropfende Wasserhähne abdichten kann ca. 17 Liter Wasser pro Tag einsparen
  • Täglich Duschen verbraucht weniger Wasser und Energie als ein Vollbad
  • Während des Einseifens oder Zähneputzens den Wasserhahn abstellen
  • Perlatoren an Wasserhähnen machen den Wasserstrahl voller, kosten zwischen 6 bis 12 Euro und sparen bis zu 5 Liter Wasser pro Tag
  • Spülstopptasten bei der WC-Spülung erreichen, dass nur ein Bruchteil des Spülkasteninhalts verbraucht wird
  • Verwenden Sie dieToilette nicht als Abfalleimer. Stoffe, die nicht ins Abwasser gehören, führen zu Kanalschäden, Problemen in den Kläranlagen und zur Gefährdung unserer Umwelt
  • WC-Steine vermeiden; sie führen zu unnötiger regelmäßiger Belastung des Abwassers. Hygienemittel oder Geruchshemmer also nur im Bedarfsfall einsetzen
  • Bewässerung des Gartens mit Nutzwasser (Grund- oder Regenwasser)